Shogun 

Im Zeitraum von 1192 bis 1867 war der Oberbefehlshaber der japanischen Armee, bekannt als der "Shogun". Er war mächtiger als das formale Oberhaupt, der Kaiser.
Die japanische Gesellschaft stand in diesem Zeitraum also unter einer unbeschränkten Herrschaft der Armee.
Dieser Zeitraum unterteilt sich in drei Abschnitte der Herrschaft. Die erste Epoche von 1185 bis 1336 nennt sich Kamakura, die zweite von 1336-1573 Muromachi, die dritte von 1603 bis 1868 Tokugawa.
Zu dieser Zeit waren die Samurai eine Elitegruppe. Sie erhielten eine hohe akademische Ausbildung zum Krieger. Die Ausbildung beinhaltete den Umgang mit Waffen, wie etwa dem Schwert und dem Bogen, das tödliche, unbewaffnete Kampfsystem des Ju-Jitsu und die ebenfalls unbewaffnete, aber in Rüstung praktizierte Technik des Yoroikumiuchi.


Das Yoroikumiuchi wurde mit Hilfe der Künste der Samurai ausgearbeitet und erweitert.
Wesentlich bekannter ist allerdings das Ju-Jitsu geworden, das von den Samurai entwickelt und von Meistern verschiedenster Kampfarten ausgearbeitet wurde. Ju-Jitsu war in der japanischen Geschichte unter den verschiedensten Namen bekannt: Taijutsu, Yawara, Kempo, Kugusoku, Kumiuchi und Koshinomawan.
Diese vielen Bezeichnungen entstanden durch die Spezialisierung der vielen Schulen, z.B. auf die Arbeit mit Würfen, Haltegriffen oder Stoß- und Schlagtechniken.
Insgesamt gibt es etwa 725 dokumentierte Jujutsu-Systeme, die sich in Japan entwickelt haben.
Eine der frühen Schulen war die Takenouchi Ryu von der man sagt, daß sie der Ursprung für das Jujutsu sei. Die Schule wurde im Jahr 1532 gegründet.


Hier wurde Kogusoku, eine Sammlung von Techniken, die aus dem Sumo übernommen wurden, gelehrt.
Außerdem stand Schwimmen, Reiten und das Erlernen des Umgangs mit Seilen auf dem Trainingsplan der Samurai.
Es gab hier keine einheitliche Trainingsmethode, vielmehr entwickelte jeder Clan seine eigenen Strategien und Tricks der Ausbildung.
Die Grundlagen wurden in den Schulen gelehrt, wogegen die Verfeinerung der Techniken durch die Erfahrung im Kampf erlangt werden sollte.
Nicht wenige Samurai kamen in den manchmal mehrere Tage dauernden Kämpfen um ihr Leben.


In der Schule Shoshoryu wurde sogar eine Technik entwickelt, mit der man mit der bloßen Hand die Ritterrüstung durchschlagen konnte.
Trotz eines gewalttätigem Lebensstil wahrten die Samurai die häuslichen Gebräuche, wie etwa die Teezeremonie. Weiterhin leisteten sie durch ihren ritterlichen Ehrencode und ihrem eigenen Lebensstil einen enormen Beitrag zur gesellschaftlichen Ordnung. Die Charakteristika der Samurai waren Disziplin, Bildung, Ehre, Kampfgeist und ein gewissenhafter Nachgang zur Erfüllung ihrer Pflichten und Aufgaben und der Erreichung der Integrität.
Dieses Verständnis der Samurai beinhaltete, daß ein Versagen jeglicher Art genug Grund für einen rituellen Selbstmord war.
Die Samurai hatte vor allem die Aufgabe, militärische Führer und feudale Barone zu schützen.


Die Kombination von Kämpfernatur und bewußter Lebensführung beeinflußte die japanische Kultur erheblich.
Für die Samuraikunst, das Ju-Jitsu und verschiedene andere Kampfsysteme, die durch die Entwicklung von neuen Waffen entstanden, wurden in Japan unter dem Begriff "Budo" zusammengefaßt.

 

 

 

 


Kumi uchi & Ju jutsu
Nahkampf-Traditionen des alten Japan

Erste Aufzeichnungen über den Nahkampf finden sich bereits in den ältesten Texten der japanischen Geschichte, dem Kojiki (Aufzeichnungen alter Begebenheiten) und der Nihon Shoki (Chronik Japans).
Auch weisen Texte und Bilder über Sumai no Sechie auf die klassische Art des Zweikampfes hin. Sumai no Sechie war ein shintoistisches Ritual, welches am Kaiserhof von Nara und Kyoto praktiziert wurde um reiche Ernten zu sichern und Weissagungen zu treffen.

Im Laufe der Jahrhunderte sind viele verschiedene Ryuha (Stile und Zweige) des Kumiuchi entstanden, welche die unterschiedlichsten Namen zur Beschreibung ihrer Inhalte verwendeten. Bis zur Mitte der Edo-Periode (1603-1868) stellte der Nahkampf nur einen kleinen Teil der Kampfkunst-Lehrpläne dar. Die meisten Koryu (alten Traditionen) beinhalteten den Gebrauch von mehreren Waffen und das Üben diverser Disziplinen. Weshalb sie oftmals auch als Sogo Bujutsu (komplette Kampftechnik) bezeichnet werden.
Danach entstanden langsam Ryuha, in denen der Nahkampf favorisiert wurde und deren Inhalte sich von den Kumiuchi-ryu unterschied. Diese Systeme werden heute durch den Begriff Jujutsu beschreiben. Das Jujutsu der damaligen Zeit war nicht notwendigerweise eine Form des waffenlosen Nahkampfes, da viele Schulen kurze Waffen (Kobuki), wie z.B. den Jutte (Schwertfänger) und das Tanto (Messer) verwendeten. Waffengattungen wie die Kakushibuki (versteckte Waffen) und Hibuki (getarnte Waffen) waren sehr populär. Watani Kiyoshi, einer der größten Experten auf dem Gebiet der martialischen Kultur seines Landes, beschreibt in seinem Buch Bugei Ryuha Daijiten Kumiuchi als das „Rückgrat des Jujutsu“. Er differenziert drei Arten des klassischen Nahkampfes der Bushi (Krieger):

Yoroi Kumiuchi (Katchu Kumiuchi) voll gepanzert
Kogusoku leicht gepanzert
Heifuku Kumiuchi (Suhada Kumiuchi) ohne Rüstung

Das Yoroi Kumiuchi ist eine klassische Form des Katchu Bujutsu, der Kampftechnik in voller Rüstung. Laut Densho, den Überlieferungs-Schriftrollen verschiedener Ryu (Schulen) gehen die Anfänge des Yoroi Kumiuchi zurück bis in die Muromachi-Periode (1333-1568). Die Hochzeit des Yoroi Kumiuchi war jedoch das Sengoku Jidai (Zeitalter der kämpfenden Provinzen, 1477-1573).

Wie bereits erwähnt stellte das Yoroi Kumiuchi meist nur eine Disziplin in einem breitbändigen Curriculum der Bujutsu-ryu (Kampfkunst-Schulen) dar. Die anderen Disziplinen waren den Waffen gewidmet, da dies die gebräuchlichsten Gegenstände eines Bushi waren. Waffen wie das Schwert (Tachi), der Kyu (Bogen) und das Yari (Speer) waren zu dieser Zeit am häufigsten vertreten. Hatte ein Krieger jedoch einmal seine Waffen verloren, oder waren sie gebarsten, wurden die Nahkampf-Mittel eingesetzt.
Da das Yoroi Kumiuchi ein Nahkampf-System war, wurde es von Ringkampftechniken dominiert. Schläge und Tritte gegen eine schwere Rüstung waren uneffizient, wohingegen Hebel und speziell Würfe sehr schmerzhaft für dem Angreifer waren. Techniken wie Shikoro-gaeshi (Nackenschutz verdrehen) und Kabuto-gaeshi (Helm verdrehen) waren charakteristisch für das Yoroi Kumiuchi. Besonders durch die Wurftechniken (Nagewaza) kam es oftmals zu schweren Verletzungen, die sogar zum Tode führen konnten.

Bezeichnend für das Yoroi Kumiuchi ist auch der Gebrauch von Waffen. Besonders Techniken mit dem Kodachi (Kurzschwert) und dem Metezashi (Pferdehand-Messer), einer speziellen Form des Yoroidoshi (Panzerstecher), waren typisch dafür.
Die Effektivität, die dem Yoroi Kumiuchi zugrunde liegt, entstand durch die Betonung auf den Einsatz der Hüften und durch eine besondere Art des Greifens. Diese, als Yotsugumi bezeichnete Technik (beide Kämpfer standen sich gegenüber und benutzten eine symmetrische, vierhändige Methode des Greifens), die aus dem Sumai, dem Vorläufer des Sumo stammt, ermöglichte es dem Bushi seinen Kontrahenten zu kontrollieren, ohne ein direktes Fassen der Kleidung bzw. der Rüstung vorauszusetzen.
Da es natürlich - im Vergleich zu einem nicht gerüsteten Angreifer - weitaus schwieriger ist, einen in voller Rüstung agierenden Gegner zu bewegen, waren Distanz, Gleichgewicht und Beweglichkeit besonders wichtig. Hier bot der oben schon erwähnte Griff, die für den Rüstungskampf optimale Voraussetzung, seinen Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihn zu Boden zu schleudern, ohne selbst seinen stabilen Stand zu verlieren.

Das Shinsen Bujutsu Ryusoroku (1843) erwähnt eine Schule namens Tsutsumi Hozan Ryu. Sie wurde ca.1335 von Tsutsumi Yamashiro no Kami Hozan gegründet, und ist damit die vermutlich älteste Kumiuchi-ryu (Nahkampf-Schule) in der Geschichte Japans. In den Schriften dieser Schule taucht auch zum ersten Mal der Begriff Yawara auf.

Die Teshin Shoden Katori Shinto Ryu wurde im Jahre 1447 von Izasa Choisai Ienao gegründet. Die Schriftrollen dieser Schule erwähnen auch eine Art des Nahkampfes, welche heutzutage nur noch selten zu sehen ist. Das System nennt sich Yawara-ge (Friedenstifter) und bestand aus 36 Techniken, welche teils in Rüstung und teils in Alltagskleidung ausgeführt werden konnten. Teshin Shoden Katori Shinto Ryu Yawara-ge ist eine Art des Ringens zwischen zwei - mit jeweils nur einem Kodachi bewaffneten - Kontrahenten. Man sagt, das Kodachi war die Lieblingswaffe von Choisai Ienao.

Eine weitere bekannte Kumiuchi-Schule des 15. Jahrhunderts, die Muso Jikiden Ryu, bot ihren Schülern auch ein effektives Nahkampf-System in Rüstung. Der Legende nach wurde sie von Ikeibo Chohen, einem Priester aus Obayashiyama Dorokawa gegründet. Er erlangte tieferes Verständnis der Kumiuchi-Prinzipien durch göttliche Inspiration, und wird manchmal als "Großvater des Kumiuchi“ dargestellt. Er unterrichtete Oekinmaro Katsusada in der Kunst des Kumiuchi, welcher es daraufhin weiterentwickelte. Während Choisai Ienao als siebtes Oberhaupt der Schule fungierte, kreierte er 100 Kampftechniken welche er Yawara-gi (Sanftmütigkeit) nannte, und integrierte diese in die Lehren der Muso Jikiden Ryu. Hasegawa Eishin, bekannt für seine Schwertkunst, wurde das 19. Oberhaupt der Muso Jikiden Ryu. Er nutzte seine Erfahrung im Yawara-gi und entwickelte selber einhundert Techniken, welche Anwendung im „Kampf mit dem Schwerte“ fanden.

Unter der Regierung von Toyotomi Hideyoshi (1536-1598) im 16. Jahrhundert tauchten leichtere Rüstungen auf, die von dem berühmten Meister Matsunaga Hisashige konstruiert wurden. Mit dem Auftauchen der Teppo (Muskete) war nämlich jede Garantie für eine Undurchdringbarkeit der Rüstung zunichte gemacht worden. Die neue Rüstung ähnelte einem Schuppenpanzer, der aus dünnen Metallplättchen bestand. Diese Rüstung nannte man Gusoku. Ihre kleinere Ausführung, die nur aus einer Haidate (Überhose) sowie Kote (Handschuhen) bestand, wurde Kogusoku (minimale Panzerung) genannt. Die Kumiuchi-Systeme, welche sich mit dem Nahkampf in der Kogusoku-Rüstung beschäftigten nannte man ganz einfach wie die selbige: Kogusoku.

Die Takenouchi Ryu, eine der bedeutendsten Nahkampfschulen Japans, bezieht den Begriff Kogusoku jedoch nicht auf „minimale Panzerung“, sondern auf „minimale Bewaffnung“; präziser gesagt auf kurze Klingen. Am 26. Juni 1532, so berichtet es das Takenouchi Keisho Kogoden, erschien Takenouchi Chunagon Daijo Hisamori auf dem Berg Sannomiya ein Yamabushi (Berg-Asket), welcher die Manifestation des Gottes Atago zu sein schien. Dieser erklärte Hisamori, dass lange Waffen im Kampf unnütz seien und er zeigte ihm, wie er die kurzen Waffen (Kogusoku) tragen, und im Nahkampf nutzen soll um seinen Gegner zu überwältigen. Der Mönch zeigte ihm auch, wie man eine Kletterpflanze zum fesseln des Gegners nutzen kann. Auf jene denkwürdige Nacht führt die heute noch bestehende Takenouchi Ryu ihren Ursprung zurück.
Die Takenouchi Ryu spezialisierte sich auf eine Methode des Nahkampfes, bei der der Krieger kurze Schwerter bis zu einer Länge von 63 cm (Wakizashi, Kodachi und Yoroidoshi) trug. Diese Form des Ringens nannte man Kogusoku Koshi no Mawari (kleine Waffen, rund um die Lenden), weil die Ausübenden ein kurzes Schwert und ein Band aus Cord rund um die Taille trugen. Die Koshi no Mawari Omotewaza besteht aus 25 Techniken, die Urakata aus 53 Techniken. Der Koura-Katalog beinhaltet 15 Variationen (Henka Waza). Zudem gibt es noch die Gokui Hakkajo, Ura Gokui Gokajo, Hioku no Den und Hioku Nanakajo, was zusammen 135 Techniken macht. Aus dem Koshi no Mawari entstand später ein neues System, welches Hade (Flügelhand) oder Kenpo Taijutsu (Faustmethoden-Körperkunst) genannt wurde. Das Hade wird in drei Bereiche unterteilt: Mae Hade, Naka Hade und Oku Hade. Das Saide besteht aus 29 Techniken (Saide Nijukyukajo), und kann als Kombination von Kenjutsu (Schwertkunst) und Kumiuchi betrachtet werden.
Takenouchi Kaganosuke, das dritte Oberhaupt, führte im Zuge einer Überarbeitung des Curriculums, einen neuen Technikkomplex ein. Dieser nannte sich Torite (Festnehmen) und diente dazu, den Gegner kampfunfähig zu machen, ohne ihn ernsthaft zu verletzen.


Takenouchi Tojuro (Sodenke) und Kanzaki Masaru
demonstrieren Takenouchi Ryu Kogusoku

Weiterhin zählt die Tatsumi Ryu zu den klassischen Kumiuchi-ryu. Sie wurde ca. 1550 von Tatsumi Sankyo gegründet. Die Yawara-Techniken der Schule wurden sowohl mit als auch ohne Rüstung und Tachi (Odachi, Kodachi) ausgeführt. 45 Kata sind im Mokuroku der Tatsumi aufgelistet, aber viele von ihnen haben sechs oder mehr Variationen. Diese gelten dem berüsteten Kampf auf dem Schlachtfeld (Senjo Kumiuchi) sowie dem Kampf in Alltagskleidung (Suhada Kumiuchi). Hauptsächlich werden die Techniken im Stand (Tachiai Waza) ausgeführt. Igumi Waza, die Techniken im Sitzen waren nur sekundär.

Das Honcho Bugei Shoden (1716) besagt, dass Araki Mujinsai Hidetsuna in jungen Jahren die Schwertkünste unter den Meistern der Yagyu Shinkage Ryu studierte. Als elftes Oberhaupt der Muso Jikiden Ryu lernte er von Fujiwara Katsuzane Yawara-gi. Im Jahre 1573 gründete er dann seine eigene Schule. Diese nannte er zuerst Araki (Mujinsai) Ryu Torite Kogusoku, später jedoch - nachdem er immer mehr Waffen in das System integriert hatte - änderte er den Namen in Moro Budo Araki Ryu Kempo. Dieser Name beschreibt noch heute die Synthese verschiedener Disziplinen der Araki-Tradition - einschließlich der, des unbewaffneten Kampfes.

Auch die Asayama Ichiden Ryu Heiho beinhaltete eine Form des Nahkampfes, welcher von Ozaki Kiyoshi - dem gegenwärtigen Oberhaupt der Schule - als Asayama Ichiden Ryu Taijutsu (Körperkunst) bezeichnet wird. Gegründet wurde die Ryu von Asayama Ichidensai Shigetatsu, einem Goshi (Bauern-Krieger) aus Kanagawa. Dies geschah während der Tensho (1573-1593) oder der Keicho-Zeit (1596-1615). Asayama begann im Alter von sieben Jahren mit dem Studium der Kampfkünste. Da er aber keinen geeigneten Lehrer fand, betete er zu Fudo-myo und erlangte daraufhin Erleuchtung. Früher bestand das Curriculum der Asayama Ichiden Ryu aus mehreren Disziplinen. Heutzutage werden jedoch nur noch überwiegend die Techniken des Asayama Ichiden Ryu Taijutsu Chi no Maki praktiziert. Das Chi no Maki beinhaltet 56 Techniken, welche in fünf Bereiche gegliedert ist.

Der große Kensei Miyamoto Musashi Fujiwara Genshin (1584-1645), bekannt für seine Niten Ichi Ryu und den Gebrauch zweier Schwerter, war auch ein im Nahkampf erfahrener Krieger. Er lernte während seiner Jugend das Yawara-ge der Emmei Ryu. Hier erwarb er seine besonderen Fähigkeiten im „Umgang mit den versteckten Waffen“ (Kakushijutsu) ...


 

 

 

Kumi uchi & Ju jutsu (Teil 2)
Nahkampf-Traditionen des alten Japan

Oguri Niemon Masanobu (1582-?), Sohn des Oguri Mataichi Nobuyasu und der Gründer der Oguri Ryu lernte schon in jungen Jahren Yagyu Shinkage Ryu vom berühmten Schwertmeister Yagyu Sekishusai Muneyoshi. Nach der Schlacht von Osaka, um das Jahr 1616, ging er nach Nagasaki und entwickelte dort sein System. Eine Disziplin seiner Schule nannte er Wajutsu oder „Friedenskunst“. Diese bildete die Urawaza (innere Technik) des Systems. Die Omotewaza (äußere Technik) bestand aus dem Schwertfechten. 1623 lud Yamanouchi Tadatoya, Fürst von Tosa, Oguri Niemon ein und bat ihn darum, Oguri Ryu in Tosa zu lehren. Man vermutet, das Oguri drei Generationen der Tosa-Daimyo unterrichtete. Die Tradition wurde von Asahina Enzaemon, seinem Erben, fortgeführt. Aufgrund der engen Verbindung zum Fürstentum Tosa, wird die Oguri Ryu auch manchmal als Tosa Han Wajutsu bezeichnet.
Eine weitere Schule, welche den Begriff Wajutsu nutzte um ihre Lehren zu beschreiben, war die Horikuchi Ryu aus Yato.

Die Fukuno Ryu wurde von Fukuno Shichirouemon Masakatsu, einem Ronin aus Settsu (in der heutigen Hyogo-Präfektur), gegründet. Der herrenlose Samurai lebte zeitweise in Otsu (in der heutigen Shiga-Präfektur) und Awataguchi (heute ein Stadtteil von Kyoto), wo er seine Kunst unterrichtete. Man sagte ihm herausragende Fähigkeiten im Kumiuchi nach und später lernte er, als Schüler von Yagyu Sekishusai Muneyoshi (1529-1606), dessen Yagyu Shinkage Ryu. Zu Beginn nannte Fukuno sein System Fukuno Ryu, später dann Ryoi Shinto Ryu. Über die Gründung der Ryoi Shinto Ryu gibt es verschiedene Theorien. Man nimmt an, dass Fukuno im März des Jahres 1622 eine Schriftrolle namens „Ryoi Shinto Yawara“ verfasste und seit dieser Zeit seine Schule Ryoi Shinto Ryu nannte. Neben Miura Yojiuemon (Miura Ryu) und Isogai Jiroemon (Kanshin Ryu) unterrichtete Fukuno auch Ibaraki Matazaemon Toshifusa Sensai (Kito Ryu), Terada Heizaemon Sadayasu (Teishin Ryu) und Nagahama Nizaemon (Shinto Yawara, auch bekannt als Nagahama Ryu).

Im Jahre 1619 siedelte Chin Genpin (Ch’en Yuan Ping, 1587-1671) von China nach Japan über. In seinem Heimatland hatte er die Kampfkünste der Shaolin-Priester (jap. Shorin) ungefähr ein Jahr lang studiert. 1625, damals war er 39 Jahre alt, ging er nach Edo. Schon vorher hatte er Ishikawa Jozan kennengelernt, welcher mit Fukuno Shichirouemon Masakatsu befreundet war. 1626 stellte Ishikawa Jozan in Azabu (im heutigen Tokyo) Fukuno Chin Genpin vor. In den Jahren 1626 bis 27 lernten dann Fukuno und zwei seiner Schüler, Isogai Jiroemon und Miura Yojiuemon, chinesisches Chuang Fa (Faust-Weg) von Genpin im buddhistischen Kloster Kokushoji.
Die Beziehung zwischen Gempin und den drei Ronin wird heutzutage oft überbewertet. Die Annahme, dass Jujutsu eine chinesische Kunst sei und von Chin Gempin’s Lehren abstammt ist falsch. Historische Aufzeichnungen belegen, dass lange vor Genpin Formen des Nahkampfes in Japan existierten; außerdem hatten die drei oben erwähnten Samurai viele Jahre Erfahrungen in anderen Bujutsu-ryu gesammelt, bevor sie ihre eigenen Schulen gründeten.


Katayama Hoki Ryu (atekojiritome)

In China gab es viele hundert Stile des Kenpo, so die japanische Aussprache des chinesischen Chuang Fa. Lediglich Bruchteile diverser Schulen sind aus dem Süden Chinas nach Japan gebracht worden - keine kompletten Systeme. Meist waren diese Teilstücke jedoch nicht kompatibel zu den japanischen Bugei-ryuha (Kampfkunst-Schulen). Es wurden trotzdem einige wenige Schulen von den chinesischen Kampfkünsten beeinflusst. Besonders erwähnenswert sind hier die Koto Ryu und die Gyokko Ryu. Diese beiden Schulen nutzten jedoch nicht den Begriff Kenpo, um ihre Lehren zu beschreiben, sondern Koppojutsu. Das Wesen dieses Systems bestand in einer über das Normale hinausgehenden Kräftigung der Muskulatur durch Schlagübungen, die dadurch in eine Art Panzer verwandelt wurde. Auch hier wurden, wie in vielen andern Kumiuchi-Schulen, versteckte Waffen benutzt. Weitere Begriffe, welche im Zusammenhang mit den Koppojutsu-Schulen verwendet wurden, sind Kosshijutsu und Shitojutsu. Kosshijutsu beschreibt das Angreifen der Muskeln des Gegners, wohingegen Shitojutsu das Nutzen der Finger- und Fußspitzen zum Verletzen gegnerischen Kyusho (Vitalpunkte) bezeichnet.

Goho ist eine chinesisch beeinflusste Kampfkunst, die mit dem Koppo eng verwandt ist. Technisch gesehen stehen sich die beiden Systeme sehr nahe. Goho wurde ergänzend zu einem Nahkampf-System entwickelt, welches sich Ichi Jo Funi Ho nannte.
Auch der oft benutzte Term Shubaku (Shuhaku) ist dem Chinesischen entliehen.
Hakuda wird oftmals als „jujutsu-ähnliches“ System beschrieben. Es ist nur wenig über diese Kampfart bekannt. Lediglich in einer Kudensho (geheimen Schriftrolle) der Fudo Chishin Ryu wird das Hakuda erwähnt. Ähnlich wie im Shubaku und Kenpo wird hier verstärkt Wert auf Atemiwaza, das Schlagen und Treten auf empfindliche Körperpunkte, gelegt.

Takenaga Hayato (Jikinyu) begründete zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Yagyu Shingan Ryu. Er studierte Shingan Ryu, Shindo Ryu, Shuza Ryu und Toda Ryu, bevor er sein eigenes System gründete. Zudem lernte er auch Yagyu Shinkage Ryu und bekam die hochangesehene Gokui (Geheimnisse der Kunst) von Yagyu Muneori (1571-1646) überreicht. Außerdem erhielt er von Yagyu Jubei die Erlaubnis, den Namen Yagyu in seinem eigenen Schulnamen verwenden zu dürfen. Die Yagyu Shingan-Schule unterrichtet den bewaffneten und gerüsteten, sowie den unbewaffneten und ungerüsteten Kampf. Der Schüler lernt zuerst Suburi, Torite no Jutsu (Torikata Yawara), Totte no Jutsu, Kogusoku Totte und Gyoi Dori. Erst danach beginnt das Studium der klassischen Waffen. Laut Shimazu Kenji kann das Jujutsu der Yagyu Shingan Ryu in vier Bereiche gegliedert werden: Ippan Yawara (Bürger-Yawara), Ashigaru Yawara (Fußsoldaten-Yawara), Bushi Yawara (Krieger-Yawara) und Taisho Yawara (General-Yawara). Diese Gliederung des Curriculums bezieht sich auf die sozialen Schichten der damaligen Zeit.

Ein weiterer Begriff, der in Edo-Zeiten verwendet wurde, um den Nahkampf zu beschreiben, war Taijutsu (Körperkunst). Eine der bedeutendsten Schulen des Taijutsu war die Nagao Ryu. Sie wurde im frühen 17. Jahrhundert von Nagao Kanmotsu Tameaki gegründet. Kanmotsu war ein Meister des Schwertes und hatte Erfahrungen in der Itto Ryu und der Yagyu Shinkage Ryu gesammelt. Die Nagao Ryu lehrte ursprünglich schlachtfeldorientierte Nahkampftechniken (Kassen Kumiuchi); später jedoch, nach der Befriedung Japans, Selbstverteidigung (Goshinjutsu). Die Schüler der Nagao Ryu waren bekannt für ihre Fähigkeiten im Umgang mit den Kakushibuki. Spezialitäten dieser Schule waren Yojutsu, die Kunst mit dem Bankokuchoki/Tekkan-zu, einer besondern Form des Schlagrings, umzugehen, sowie Injutsu, die Kunst, das Tsuka Gashira (Griffende) des eigenen Schwertes gegen den Gegner einzusetzen.
Auch die Asayama Ichiden Ryu, Shindenfudo Ryu und Yagyu Shingan Ryu nutzten den Begriff Taijutsu.
Yawara war auch ein, in der Edo-Periode, oft verwendeter Term für den Nahkampf. Das Wort selbst wurde durch die Kumiuchi-Systeme der Muso Jikiden Ryu, Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu und Tsutsumi Hozan Ryu überliefert. Auch die Yagyu Shingan Ryu machte Gebrauch von diesem Begriff.

Der Begriff Jujutsu wurde das erste Mal um das Jahr 1630 benutzt, um die Lehren von Sekiguchi Ujimune Jushin zu beschreiben. Jujutsu entwickelte sich aus dem Wort Yawara (-jutsu). Eine der wohl bekanntesten Theorien über die Entstehung des Begriffes Jujutsu ist folgende: Das Schriftzeichen „ju“ ist vermutlich aus einer Passage des chinesischen Militär-Klassikers San-Lue (jap. San Ryaku) entnommen. Die Passage heißt „ju yoku sei go“ oder dem Sinne nach „das Weiche siegt über das Harte“. Daraus entstand die Idee, dass das Schwächere dem Stärkeren nicht widerstehen, sondern durch Nachgiebigkeit siegen soll.
Die Sekiguchi Shinshin Ryu, auch als Sekiguchi Ryu bekannt, wurde in der frühen Edo-Periode von Sekiguchi Yarokuemon Ujimune Jushin (1598-1670) gegründet und von seinen Söhnen weiterentwickelt. Sie war zu Zeiten ihrer Gründung die wahrscheinlich berühmteste Kumiuchi-ryu Japans, und die Schule des Hauses Tokugawa in Kishu (heutige Wakayama-Präfektur). Heute wird die Sekiguchi Shinshin Ryu von Sekiguchi Yoshio, dem 13.Oberhaupt der Schule, vertreten. In alten Schriften der Sekiguchi-Traditon finden sich Aufzeichnungen über Katchu Kumiuchi und Kogusoku, den Nahkampf in minimaler Panzerung. Außerdem wurden spezielle Techniken gegen Angreifer gelehrt, welche mit einem Daisho (Schwertpaar) bewaffnet waren.


Sekiguchi Ryu Katchu Kumiuchi

Die Kito Midare Ryu (Midare Kito Ryu) wurde im Dezember des Jahres 1637 von Ibaragi Matazaemon Toshifusa Sensai entwickelt. Ibaragi war ein niederer Samurai und studierte die Kampfkünste unter Yagyu Muneori und Zen unter Meister Takuan. Durch seine gute Beziehung zur Yagyu-Familie lernte er Fukuno Masakatsu, den Gründer der Ryoi Shinto Ryu, kennen. Die beiden trainierten miteinander und tauschten ihre langjährigen Erfahrungen untereinander aus. So war die Kito Midare-Schule lediglich Ibaragis Interpretation der Ryoi Shinto Ryu. Jedoch wurden von ihm, zu den Yawara-Techniken, auch Yoroi Kumiuchi, Iaijutsu (Schwertziehen), Jinkama (Schlachtfeld-Sichel) und Bowaza (Stocktechniken) hinzugefügt. Terada Kanemon Masashige (1616-74) modifizierte das System und nannte es Kito Ryu Heiho Yoroi Kumiuchi. Seit dieser Zeit beschreibt man das System einfach mit dem Term „Kito Ryu“.
Kanemon gründete später seine eigene Schule. Er nannte sie Jikishin Ryu Judo und war vermutlich der Erste, der den Begriff Judo für die Beschreibung seines Systems wählte.

„Ju no ri“, das Prinzip der Nachgiebigkeit, wurzelt tief in dem Konzept der Geschmeidigkeit und Flexibilität. Es wurde sowohl im physikalischen wie auch im psychischen Kontext von den Bugeisha (Kampfkünstlern) verstanden. Das Nutzen von „ju“ ermöglichte dem Ausführenden in jeder Situation, körperlich und geistig, flexibel und geschmeidig zu reagieren.
Doch gab es auch einige Nahkampf-Systeme in denen dieses Prinzip weniger betont wurde als in anderen Ryuha. Betrachtenswert sind hier die Lehren von Ichikawa Mondaiyu, einem Samurai aus Kishu. Er lehrte ein System namens Kowami, welches mehr Wert auf das Überwältigen des Gegners durch bloße Körperkraft legte, als durch technische Fähigkeiten.
Nishizawa Jinzaemon, ein Meister der Muteki Ryu, hingegen betonte die Gleichgewichtung von Nachgeben und Widerstehen. Derartiges Yawara war bekannt unter dem Namen Yawara-riki (Kraft der Nachgiebigkeit).

Die Blütezeit der Jujutsu-Schulen war, wie oben schon erwähnt, die Edo-Periode (1603-1868). In dieser Zeit verlegten sich die Kämpfe vom Schlachtfeld mehr und mehr in den Bereich des Selbstschutzes und der Verteidigung von Herrn und Gut. Damit änderten sich auch die Curricula in vielerlei Hinsicht.
Neben der Kriegerkaste der Bushi würdigten vor allem die Sicherheitskräfte, die Polizei und Leibwächter die neuentwickelten Systeme. Ihre Aufgabe lag nicht im Töten des Gegners, sondern darin, ihn kampfunfähig zu machen und festzuhalten. Diese Art des Nahkampfes bezeichnete man als Taidoho, welche sich nach und nach aus den Torite (siehe Artikel 1) der Sogo Bujutsu entwickelt hatte.
Das „Bürger-Yawara“, im japanischen bekannt als Shomin Yawara oder Ippan Yawara, zählt man zur Gruppe des Heifuku Kumiuchi. Shomin Yawara wurde, wie der Name schon sagt, von und für den gemeinen Bürger entwickelt. Meist handelte es sich dabei um Leute, die nur wenig oder gar keine Erfahrung in den Kampfkünsten hatten. Da das einfache Volk keine Schwerter tragen durfte, beschäftigte man sich hauptsächlich mit dem unbewaffneten Kampf. Die Techniken waren meist defensiver Natur und dienten zur Selbstverteidigung; so wurden diese Kampfkünste auch einfach Goshinjutsu genannt. In diesen Shomin Yawara nutzte man auch manchmal sog. Shikomibuki (getarnte Waffen).

Ein weiterer wichtiger Zweig im Stammbaum der Kumiuchi-Schulen ist die bekannte Yoshin Ryu von Akiyama Shirobei Yoshitoki. Weniger bekannt hingegen ist, dass es mindestens zwei Yoshin Ryu gab. Die eine Yoshin Ryu von Akiyama und die andere von Miura Yoshin. Die letztgenannte ist die ältere von beiden und wird deshalb auch manchmal als Yoshin Koryu oder Miura Ryu bezeichnet.
Die Yoshin Ryu (Miura Yoshin) wurde im 17. Jahrhundert von Nakamura Sakyodayu Yoshikuni gegründet. Mit seinem Umzug nach Miura in die Bizen-Präfektur änderte er auch seinen Namen in Miura Yoshin. Er lernte von seinem Vater das Jujutsu der Daiin Ryu, ein System, das von seinem Großvater Baba Mino no Kami Yorifusa begründet wurde. Miura war von Beruf Arzt und hatte hervorragende Kenntnisse in der Anatomie des Menschen. Er kombinierte die Techniken der Daiin Ryu mit seinem Wissen und begründete darauf seine Schule.
Yoshin Ryu (Akiyama), die „Weidenherz-Schule“ oder „Schule des Weiden-Geistes“, wurde von Akiyama Shirobei Yoshitoki, einem Arzt aus Nagasaki, gegründet. Es ist nicht bekannt wo oder wann Yoshitoki geboren wurde, auch nicht wann er seine Schule gründete. Laut dem Shinsen Bujutsu Ryusoroku lernte er von einem gewissen Bunkan in Higo Nagasaki 3 Torite-Techniken und 28 Kappo-Techniken und entwickelte später sein eigenes System. Eine andere Version findet sich im Tenjin Shinyo Ryu Taii Roku: Akiyama Shirobei war Kinderarzt und ging nach China um sein Wissen zu erweitern. Dort lernte er 3 Jujutsu-Techniken von einem Mann namens Haku Ten. Außerdem lernte er noch 3 Torite-Techniken und 28 Katsu-Techniken von Bunkan und entwickelte dann sein eigenes System. Eine dritte Variante der Gründunggeschichte verbindet beide Legenden. Woherauchimmer Akiyamas Inspiration stammte, sicher ist jedenfalls, dass ihm die Technikanzahl zu gering war und so begab er sich nach Tsukushi, wo er am Tenmangu-Schrein, in Meditation versunken, selber 303 Techniken entwickelte.
Charakteristisch für die Yoshin Ryu (Akiyama) ist der Gebrauch von Atemiwaza (Schlagtechniken auf Vitalpunkte) , Kansetsuwaza (Hebeltechniken) und Shimewaza (Würgetechniken). Die Schule weist jedoch keine chinesischen Einflüsse auf.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gründete Iso Mataemon (1787-1863) die bekannte Tenjin Shinyo Ryu. Dabei handelte es sich um eine Synthese der Yoshin-Tradition nach Akiyama und der Shinno Shindo Ryu. 124 Techniken und 28 Methoden der Wiederbelebung (Kappo) bilden das Curriculum der Schule. Die Adepten Mataemons waren bekannt für ihre kraftvollen Schläge und markanten Würgetechniken. Die Tenjin Shinyo Ryu war bemerkenswerterweise eine der wenigen Jujutsu-Traditionen, welche u.a. von Frauen geleitet wurden. Die erste war Miyamoto Tominosuke, eine Frau mit Männernamen. Nach ihrem Tod übernahm ihr Mann Miyamoto Hanzo das Dojo. Die zweite Frau, die Shihan der Tenjin Shinyo Ryu wurde, ist Tobari Kazu. Weitere wichtige Meister der Ryuha sind Kobuta Toshihiro (Menkyo Kaiden) und Shibata Koichi.
In der Edo-Periode gab es mehr als 700 Ryuha, die den Gebrauch von Nahkampf-Techniken in ihrem Curriculum beinhalteten. Ungefähr 179 Schulen davon bezeichneten sich selber als Jujutsu-ryu. Der Trend des Non-Realismus wurde in der Meiji-Ära (1868-1911) fokussiert und diente als Basis für die Entwicklung von Nahkampfmethoden mit überwiegend ästhetischem Inhalt, wie Judo und Aikido.

Samurai und Daimyo